Geschichten aus dem Sprachcafé (Aula-Cafeteria / Uni Klagenfurt)
Lesen Sie Erfahrungsberichte von Teilnehmern und Teilnehmerinnen der Sprachcafé-Treffen
Karen, Sprachvermittlerin im englisch Sprachcafé meint:

Es macht mir großen Spaß, als Native Speaker das englische Sprachcafé an der Uni Klagenfurt zu koordinieren. Da die Gruppe vor meinem Eintreffen bereits seit etwa 6 Monaten bestand, war ich anfangs etwas nervös, da ich in diesem Bereich wenig Erfahrungen mitbrachte – die Nervosität hat sich sehr bald gelegt, denn ich wurde sehr herzlich aufgenommen und willkommen geheißen. Die Zusammensetzung der Gruppe, mit Teilnehmern unterschiedlichen Alters, unterschiedlicher Staatsangehörigkeit und diversen kulturellen Hintergründen sorgt für großartigen Gesprächsstoff, in dem es immer Neues und Interessantes zu lernen gibt. Die Gesprächspartner interessieren sich sehr für Geschichten über das tägliche Leben und die Kultur in Großbritannien, und vergleichen die Informationen, die sie aus den Medien lernen, mit den Geschichten und Erfahrungen, die von denen ich berichten kann. Es gibt immer ausreichenden Gesprächsstoff, und ich freue mich besonders darüber, dass alle regelmäßigen Teilnehmer nicht davor zurückscheuen, sich an den Gesprächen zu beteiligen. Auch in Zukunft wird sich dieses Sprachcafé alle zwei Wochen treffen, wobei ich jedoch plane, die Aktivitäten auszuweiten, die auch potenzielle neue Teilnehmer ansprechen, und für Abwechslung sorgen.
Sprachcafé-Besucher erzählen:

Ich (Leo, 56 und Frühpensionist) nehme gerne jede Gelegenheit wahr, mich hier mit Sprachinteressierten zu treffen. In den letzten Monaten besuchte ich sowohl die Italienisch als auch die Französisch Sprachcafés und es freut mich immer, wenn ich mit netten, jungen Menschen zusammenkomme. Früher habe ich für die Firma Italienisch gelernt und mein Französisch hab´ ich mir mit Sprachlernaufnahmen selbst beigebracht und dann auf Urlaubsfahrten viel dazugelernt. Jetzt bin ich in Frühpension und finde nun endlich Zeit, meinen Interessen nachzugehen. Es geht mir nicht mehr darum große Ziel zu haben, sondern darum, mit anderen Leuten angenehm die Zeit zu verbringen. Hier kann ich das. Und gleichzeitig verbessere ich dabei auch noch meine Fremdsprachenkenntnisse. Ist doch herrlich!
Ich bin Maria (76, Pensionistin) und ich komme immer gerne zu den Sprachcafé-Treffen hier her! Ich bin zwar nicht mehr ganz jung, aber ich habe mich immer für Sprachen interessiert. An sich bin ich bereits zweisprachig aufgewachsen. Ich komme aber nur selten dazu, mein Slowenisch zu verwenden. Englisch habe ich in der Besatzungszeit nach dem Krieg gelernt – wir haben Shakespeare auswendig gelernt. Als wir uns dann Jahre später Urlaubsreisen leisten konnten, ging es ab nach Italien und da habe ich meine Freude an der Italienischen Sprache gefunden und bis heute nicht verloren! So oft es möglich war, habe ich Kurse besucht und Sprachferien gebucht, aber heute ist mein Mann pflegebedürftig und ich bin froh, wenn ich mich in der Nähe regelmäßig mit der Sprachcafé-Gruppe treffen kann und wir Konversation in Italienisch machen.
Eine Sprachvermittlerin beschreibt ihre Erfahrungen:
Als Sprachvermittlerin für Französisch und Italienisch nutzte ich vor allem das Internet, um die Teilnehmer des Sprachcafés und andere Sprachinteressierte per Email über die nächsten Treffen zu informieren. Obwohl die Termine für die Treffen den Teilnehmern im jeweiligen Sprachcafé mitgeteilt wurden, nutzten alle das Internet, um sich die neuesten Informationen zum Sprachcafé zu beschaffen. Eigentlich war das Internet die einzige Möglichkeit – sowohl für die Sprachvermittler als auch die Sprachinteressierten –, in Kontakt zu treten, da das Sprachcafé ja weder über ein Büro noch ein Sekretariat noch über eine Hotline verfügt, an die man sich wenden könnte, falls man einmal eine Frage hat. So gesehen war das Internet für das Sprachcafé überlebenswichtig. Man traf sich alle vierzehn Tage im Sprachcafé, weshalb ein virtuelles Gespräch dann oft nicht mehr notwendig war. Ich sehe aber in einem virtuellen Sprachcafé eine gute Möglichkeit, als Sprachvermittlerin mit Teilnehmer/inne/n in Kontakt zu bleiben, die aus welchen Gründen auch immer zu den Sprachcafés nicht kommen können, trotzdem aber über das Internet daran teilnehmen möchten.


